| Kommentar |
Dieses praxisorientierte Blockseminar richtet sich an Lehramtsstudierende, die Kreativität im schulischen Kontext gezielt fördern, erleben und reflektieren möchten. Ausgangspunkt ist die Forschung zur Kreativität von Schüler:innen, die insbesondere im Übergang zur Sekundarstufe einen Rückgang kreativer Denkprozesse beschreibt. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Seminar der Frage, wie Kreativität in der Schule systematisch angeregt, begleitet und diagnostisch erfasst werden kann. Im Mittelpunkt steht ein gemeinsames, fächerübergreifendes Stationenlernen mit Schüler:innen einer Greifswalder Schule. Die Studierenden führen bestehende Kreativstationen praktisch durch, begleiten die Lernprozesse und reflektieren deren Potenzial zur Förderung kreativen Denkens. Dabei werden analoge Methoden mit digitalen Tools kombiniert, um vielfältige Ausdrucksformen und Lernzugänge zu ermöglichen. Ein vorbereitender Einzeltermin dient der organisatorischen Abstimmung und inhaltlichen Vorbereitung der Praxisphase. Der zentrale Teil des Seminars findet an der Schule statt: Die Studierenden übernehmen hier die Rolle der Begleitung, Beobachtung und Reflexion kreativer Lernprozesse. Im Anschluss werden die erhobenen Daten und Eindrücke im Seminarkontext ausgewertet. Dazu planen die Studierenden eine kurze Erhebung, führen Fragebögen sowie ausgewählte Kreativitätstests durch und interpretieren die Ergebnisse im Lichte theoretischer Modelle der Kreativitätsforschung. Ein abschließender virtueller Reflexionstermin bietet Raum, die gesammelten Erfahrungen systematisch mit Forschungsergebnissen zu verknüpfen und Konsequenzen für die Weiterentwicklung eigener Unterrichtskonzepte zu ziehen. Geplant sind ein vorbereitender Einzeltermin am 27.04.2026, 16-19 Uhr im "Klassenzimmer der Zukunft" (ELP 1, Raum 3.23), drei Praxistage an einer Schule (Termine folgen) sowie ein abschließender virtueller Reflexionstermin eine Woche nach den Praxistagen. |