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Mi 16-18: Digitale Kommunikationsethik und KI-Ethik (Seminar) Stefanie Averbeck-Lietz, Ernst-Lohmeyer-Platz 3, SR 2.04 Der Begriff „Digitale Kommunikationsethik“ zielt auf die Kommunikationsethik im Kontext digitaler Medien und ihre textlichen und visuellen Inhalte. Thematisiert wird die individualethische Seite des Handelns von Kommunikator*innen und User*innen, aber auch die sozialethische im Kontext von Selbst- und Ko-Regulierung. Wir erarbeiten ein theoretisches Instrumentarium, das die „Reflexions- und die Steuerungsfunktion“ (B. Debatin) der Kommunikationsethik in den Blick nimmt, damit ihre sowohl akademische Seite (Reflexion) als auch ihre praxisbezogene (Steuerung). Ein Fokus ist ggf. in Seminarvorträgen auch die Ethik von Kommunikationsberufen (Journalismus, PR, Werbung, Influencing …), die die Mikroebene (Akteur*innen), die Mesoebene (Institution, Organisation) und die Makroebene (beruflicher Wandel in Zeiten von KI) verbindet. Unterschiede zwischen der Medienethik und der umfassende-ren Kommunikationsethik, die heute beide auch auf KI-Ethik bezogen werden müssen, werden erarbeitet. Wir arbeiten auf der Basis von einschlägiger Sekundärliteratur, aber auch mittels des Blicks auf andere Foren der Auseinandersetzung (Deutscher Ethikrat, EU-Regulierung, Organe der Selbst- und Ko-Regulierung in Deutschland, Qualitätsjournalistische Debatte über KI).
Do 14-16: Terror, Krieg und Medien (Seminar) Klaus Beck, Ernst-Lohmeyer-Platz 3, SR 2.04 Aktuell bestimmen der Krieg Russlands in der Ukraine sowie Terror und Krieg im Nahen Osten die Medienberichterstattung und die politische Öffentlichkeit. Spätestens in Zeiten des Krieges (meist schon im Zuge der Kriegsvorbereitung) ist bekanntermaßen die Wahrheit das erste Opfer: Desin-formation, Propaganda und Zensur sowie die gezielte Ermordung von Journalist*innen stellen die Medien und die Social Media-Plattformen vor besondere institutionelle, organisatorische und kommunikationsethische Probleme: Werte wie Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Ausgewogenheit oder gar Objektivität (Sachlichkeit) stehen staatlichen, militärischen oder ideologischen Ansprüchen gegenüber. Starke Emotionen (Angst vor Bedrohung und Ausweitung von Gewalt, Rache und Wut) werden mobilisiert und erschweren die Verständigung ebenso wie eine Militarisierung und Instrumen-talisierung von Öffentlichkeit. Klassische und hybride Kriege sowie Terrorismus können Kommunikation nicht vollständig durch physische Gewalt ersetzen, so wie die Medien und die Plattformen auf eine Berichterstattung über Terrorakte kaum verzichten können. Terrororganisationen betreiben Kommunikation für die Rekru-tierung von „Kämpfer*innen“ und Unterstützer*innen sowie zur Koordination ihrer Anschläge. Im Seminar sollen die theoretischen Grundlagen und die historischen Hauptstränge der Kriegs- und Terrorberichterstattung sowie der Propaganda erarbeitet werden, um auf dieser Grundlage die gegenwärtigen Kommunikationsprobleme besser analysieren und verstehen zu können. Die erfolgreiche Teilnahme setzt die Bereitschaft zu umfangreicher Lektüre, aktiver Mitwirkung an der Seminardiskussion und Recherchen zwingend voraus.
In times of war Truth is the first casualty. Not only nowadays war, civil war and terrorism cause big challenges for democratic media. The participants of the seminar will study the historical devel-opment, structural and normative frameworks, and functions of both mass and social media in war and terrorism reporting from professional, societal, political and normative perspectives. |