| Kommentar |
Die Veranstaltung „Forschungspraxis“ ist ein zentrales Element in Modul 8 „Anwendung“ (PSO 2024) und entspricht ebenso der Veranstaltung „Methoden der empirischen Kommunikationsforschung“ in Modul 6 „Forschungsmethoden“ (PSO 2019). Ziel des Seminars ist es, die im bisherigen Studium erworbenen methodischen und theoretischen Kenntnisse systematisch zusammenzuführen und im Rahmen eigenständiger, begleiteter Forschungsprojekte anzuwenden. In kleinen Arbeitsgruppen setzen die Studierenden Inhalte aus den Methodenmodulen praxisnah um und durchlaufen dabei die zentralen Phasen des empirischen Forschungsprozesses – von der Entwicklung einer Forschungsfrage über die Datenerhebung bis hin zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Im Wintersemester 2026/27 können im Seminar C neben der Möglichkeit, eigenständige Fragestellungen zu bearbeiten, anwendungsorientierte Untersuchungen rund um die Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 den Blick in die kommunikationswissenschaftliche Forschungspraxis ermöglichen. Die Landtagswahl bietet als aktuelles gesellschaftliches Ereignis vielfältige Anknüpfungspunkte für empirische Fragestellungen. So lassen sich beispielsweise die Kommunikation unterschiedlicher Akteur*innen, die Entstehung und Vermittlung öffentlicher Themen und Deutungen oder die Rolle verschiedener Medienangebote und digitaler Plattformen untersuchen. Weitere mögliche Fragestellungen können sich auf die Wahrnehmung und Bewertung von Kommunikation im Umfeld der Wahl sowie auf Veränderungen medialer und technologischer Rahmenbedingungen beziehen. Die konkrete Ausgestaltung der Forschungsfragen sowie die Auswahl der Methoden erfolgen im Verlauf des Seminars im gemeinsamen Austausch und orientieren sich an den Interessen, Vorkenntnissen und methodischen Neigungen der Studierenden. Dabei können sowohl qualitative und quantitative Interviews als auch manuelle oder automatisierte Inhaltsanalysen zum Einsatz kommen. |