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Was ist dem sogenannten Erwachsenen die Kindheit? Der ewige Versuch, das unwiederbringlich Verschwundene zu vergegenwärtigen. In Worten und Bildern. (Michael Girke, StadtBlatt Bielefeld, 2000) In diesem Seminar erforschen wir den Film nicht als geschlossene Erzählform, sondern als Material für kreative und reflektierte Praxis. Ausgehend von klassischen Theorien (Mulvey, Krakauer, Balázs) und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Genre Film und Video werden wir experimentierfreudig mit digitalen Werkzeugen umgehen, u.a. mit Found Footage: mit Schnipseln aus Filmen. Ergänzt wird es durch Archivmaterial, eigene Aufnahmen und private Aufzeichnungen, die wir montieren, verfremden und verweben. Mit Video, Sound und Schnitt entstehen kurze, persönliche Essays über Kindheit, Familie, Erinnerung und Identität. Autobiographische Momente werden mit gesellschaftlichen Fragen verbunden, Selfies, Chat-Verläufen, Urlaubsfilmen und (Musik)zitaten – und wir stellen uns die Frage: Wie konstruieren wir uns selbst? Ergebnisse können Videos, Fotografien, Video-Skulpturen, Installationen oder Mixed-Media-Arbeiten sein. Konkrete Lernziele sind die Vermittlung und Vertiefung der technischen Kenntnisse im Umgang mit Audio- und Videotechnik, Lichtsetzung (im Studio), Videoschnitt (Premiere Pro / DaVinci Resolve) sowie eine Beschäftigung mit künstlerischen Positionen aus dem Feld der Videokunst. Studienleistung: Übernahme eines Referats, Erarbeitung einer Videoarbeit. |