| Kommentar |
Im Fokus dieser Lehrveranstaltung zur BQT II steht die Befähigung der Studierenden, psychotherapeutische Erstgespräche, Auftragsklärung sowie die prozessorientierte Therapieplanung im Rahmen der Systemischen Therapie durchzuführen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Anwendung psychotherapeutischer Basistechniken, die für die Systemische Therapie grundlegend sind. Diese werden spezifisch für die jeweiligen Alters- und Klient:innensysteme vermittelt. Die Teilnehmenden erlernen, allgemeine Beratungsgespräche unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu führen und dabei ein der Situation angemessenes Gesprächsverhalten anzuwenden. Ebenso wird die Fähigkeit vermittelt, mit Klient:innensysteme in den Dialog zu gehen und Systemische Perspektiven und Hypothesen zu besprechen. Wir werden kontinuierlich als Reflecting Team zusammenarbeiten und auch das Mehrpersonensetting in Form der eigenen Gruppe oder im Rollenspiel erfahren. Verschiedene Methoden (z.B. Hypnosystemische Imaginationsübungen, Externalisierung, Familienbrett, Soziale Netzwerkkarte, ...) sollen in Kleingruppen praktisch erarbeitet und danach reflektiert werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Kurses ist die Beachtung der therapeutischen Beziehung, um lösungs- und ressourcenorientiert Klient:innensysteme in ihrem Bedarf zu begleiten. Die Studierenden werden zudem befähigt, Notfall- und Krisensituationen, einschließlich Suizidalität oder Anzeichen von Kindeswohlgefährdung und Gewalterfahrungen, selbstständig zu erkennen und angemessene Maßnahmen zu Die Lehrveranstaltung wird gemäß § 10 Absatz 4 PsychThApprO in anwendungsorientierten Lernformen und übungsorientierten Kleingruppen durchgeführt. Die Studierenden erlernen die Handlungskompetenzen durch Erläuterungen, Video- Demonstrationen, Rollenspiele, Übungen mit Simulationspatient*innen, eigenen Anliegen und Video-Feedback. Die Arbeit an eigenen (oder ausgedachten) Themen soll stattfinden. Dabei ist darauf zu achten, dass bei eigenen Themen der Schweregrad von 3 mit einer Schwere auf einer Skala von 0-10 nicht überschritten wird. |