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Im Vergleich zu den Ozeanen, aber auch schon zur Nordsee gilt die Ostsee als ein vergleichsweise unspektakuläres Meer. Umso interessanter wird es deshalb, wenn die Ostsee zum Ausgangspunkt, Schauplatz oder Fluchtpunkt von außergewöhnlichen Ereignissen wird. Mit Blick auf die literarische Darstellung von Strandszenen im frühen 20. Jahrhundert, die Faszination für Matrosen, Kindheitserinnerungen an die DDR sowie reale und imaginierte Fluchtgeschichten wird das Seminar fragen, wie diese Erinnerungen, Szenen und Ereignisse erzählt (oder in Erzählungen eingebettet) werden und welche Funktion dabei der Ostsee zugeschrieben wird. Die Frage, wie die Ostsee zum Gegenstand (oder zum Fluchtpunkt) von Erzählungen wird, wird dabei mit der systematischen Frage verbunden, welche Rolle Ereignisse – Krisensituationen, Katastrophen, Wendepunkte, Glücksmomente – für das Erzählen spielen.
Diskutiert werden Prosatexte aus dem 20. und 21. Jahrhundert, u.a. von Friedrich Christian Delius, Hedwig Dohm, Eduard von Keyserling, Thomas Mann, Judith Schalansky und Kurt Tucholsky. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme, die Übernahme eines schriftlichen Diskussionsimpulses (2-3 Seiten) sowie die Teilnahme an 4 Vorträgen, die abweichend Do 18-20 Uhr stattfinden.
In das Seminar werden Vorträge aus der Vorlesungsreihe „The Baltic Sea as a Scene for Turning Points, Crises and Possibilities” eingebunden, teilweise in englischer Sprache. Diese Termine weichen von der üblichen Seminarzeit ab, finden Do 18-20 Uhr statt und ersetzen einzelne reguläre Seminartermine. Bitte planen Sie folgende Donnerstage für die Zeit von 18-20 Uhr ein: 24.4., 8.5., 15.5. und 26.6.
Bitte melden Sie sich bis spätestens (!) zum 1. April im Selbstbedienungsportal/LSF an, Sie erhalten dann vor Seminarbeginn weitere Informationen. |