| Kommentar |
Das Seminar bezieht sich auf die zweite Hälfte der Vorlesung „Methoden der Kommunikationswissenschaft“. Die in der Vorlesung besprochenen Vorgehensweisen zur Datenerhebung werden in konkrete Handlungsweisen übersetzt und in der Praxis erprobt. Wie werden für die Beantwortung einer Forschungsfrage wissenschaftlich Daten erhoben? Wie verändern sich Antworten auf Fragen, wenn diese nicht mehr nur Teil eines natürlichen Gesprächs sind? Neben der anwendungsbezogenen Vermittlung der grundlegenden Fähigkeiten zur Durchführung qualitativer Datenerhebungen nehmen wir verschiedene Akteurspositionen bei der Erhebung ein, um auch die Perspektive der Teilnehmenden an Erhebungsverfahren zu reflektieren. Ziel ist es, dass Sie die verschiedenen qualitativen Verfahren der Datenerhebung praktisch anwenden und ihre Vor- und Nachteile reflektieren können. Sie lernen hierbei beispielsweise, Leitfäden für Interviews zu erstellen, Gruppendiskussionen zu führen und mit neuen Methoden digitale Handlungs-praktiken zu beobachten. So werden Sie in die Lage versetzt, einen ersten Teil des Forschungs-prozesses fundiert durchzuführen. Das didaktische Konzept des Seminars setzt dabei auf einen hohen Praxis- und damit Eigenanteil. Dies erfordert die Bereitschaft, verschiedene Rollen im Prozess der Datenerhebung einzunehmen und eigene Arbeitsproben anzuwenden, diese einzureichen und durch Peer- und Dozierenden-Feedback weiterzuentwickeln.
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