| Kommentar |
Das Seminar erweitert die framesemantische Analyseperspektive der Veranstaltung von M. Hoferichter (4004014) durch einen diskurstheoretischen und -analytischen Ansatz zum Seminarthema. Durch die Anwendung der Diskursanalyse möchten wir die kommunikative Struktur von gesellschaftlichen (Übersetzungs-)Konflikten am Beispiel des Geflüchtetendiskurses untersuchen. Frames werden hierbei als ein Aspekt neben anderen theoretischen Konzepten zur Analyse kommunikativer Strukturen betrachtet, darunter Konfliktstile, Argumentationsstrukturen, agonistische oder diskursive Strukturen, Polarisierung usw. Die Teilnehmenden führen kleinere qualitative Forschungsprojekte durch, um die Theorie und Methode der Diskursanalyse als einen möglichen Rahmen für die Frame-Analyse kennenzulernen. Anschließend werden die Ergebnisse miteinander in Beziehung gesetzt. Durch das Zusammenspiel beider Seminare wird derselbe Diskurs sprach- und kommunikationswissenschaftlich erfasst, und die verschiedenen Theorie- und Analyseperspektiven werden hinsichtlich ihrer spezifischen Leistungen und Ergebnisse verglichen. Dabei entwickeln die Teilnehmenden neben dem theoretischen Wissen zugleich eine Sensibilität und Kritikfähigkeit gegenüber gesellschaftlichen Diskursen und ihren Auswirkungen. |