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Current semester: SoSe 2026

Seminar/Practical: Deliberation und Moralisierung von und über Organisationen in der öffentlichen Kommunikation

Functions
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  • https://moodle.uni-greifswald.de/course/view.php?id=19823
Information

Basic Information

Number: 40110151
Term: WiSe 2023/24
Hours per week in term: 4
Language: Deutsch
Max. participants: 20
Registered period:

Dates/Times/Location

Group: - iCalendar export for Outlook

This course is only available for master students.

  Day Time Frequency Duration Room Room-
plan
Lecturer Remarks Cancelled on Max. participants
iCalendar export for Outlook We. 14:00 bis 18:00 c.t. weekly 18.10.2023 bis
31.01.2024
Ernst-Lohmeyer-Platz 3 - Raum 2.31     03.01.2024: Ausfall wegen Krankheit 20
Single Terms
18.10.2023 | 25.10.2023 | 01.11.2023 | 08.11.2023 | 15.11.2023 | 22.11.2023 | 29.11.2023 | 06.12.2023 | 13.12.2023 | 10.01.2024 | 17.01.2024 | 24.01.2024 | 31.01.2024 |

There are already 18 registrations / 17 of which admission granted

Group -:

Contents

Description

Im Seminar entwickeln wir Grundlagen, um deliberative Formen der Kommunikation und solche von Moralisierung von einander abzugrenzen und auch in Bezug zueinander zu setzen. Empörung über eine Organisation als Form moralisierender Kommunikation kann ggf. zeitlich später zu argumentativ strukturierter Kommunikation führen. Kommunikationsethische Dimensionen von Moralisierung und Deliberation werden sowohl theoriegeleitet als auch in Fallstudien entwickelt. Dabei können verschiedene Organisationstypen aus den Feldern Politik, Wirtschaft, Kultur, Soziales, Wissenschaft, Gesundheit und/oder zivilgesellschaftliche Organisationen und NGOs sowie deren Kommunikation mit und in der Öffentlichkeit betrachtet werden. Es stellen sich u.a. folgende Fragen: Wie agieren Organisationen mit Blick auf moralisierende Kommunikation – insbesondere, wenn sie zu deren Gegenstand werden? Wie können moralisch aufgeladene Debatten deliberativ ‚zurückgeholt‘ werden und verständigungsorientierte Formen der (Stakeholder)Kommunikation (wieder) etabliert werden? Welche Rolle spielen dabei Öffentlichkeitsarbeit, Journalismus und ggf. Influencing?
Dieses Forschungsseminar setzt sich zum Ziel, moralisch aufgeladene öffentliche Debatten anhand ihrer Kommunikationsformen (moralisierend, deliberativ, deviant …) und ihrer Akteurskonstellationen zu beschreiben, zu verstehen und in Fallstudien zu erforschen. Dabei kann es mit Blick auf Social Media auch um die visuelle Kommunikation von und über Organisationen gehen. Wir knüpfen in der Empirie an die Moralsoziologie von Thomas Luckmann und Jörg Bergmann an, fragen aber – mit Jürgen Habermas und anderen – auch nach den kommunikationsethischen Dimensionen kommunikativen Handelns. Die methodische Herangehensweise sind ausgewählte Fallstudien, die sich auf diverse Organisationen und deren Kommunikationsarenen beziehen können. Diese arbeiten ggf. z.B. mit Dokumentenanalysen, (qualitativer) Inhaltsanalyse, Diskursanalyse, Leitfadeninterviews, Fokusgroups, in Bezug auf visuelle Kommunikation auch Semiotik und Bildtypenanalysen.
Das Seminar dient der Erarbeitung der Theoriegrundlagen und des Forschungsstandes, die Übungen dem Zuschnitt eines eigenen Forschungsprojekt (ggf. als Gruppenarbeit).

Literature
  • Averbeck-Lietz/Christina Sanko (2015): Kommunikationsethik im Feld der Wirtschaft. Praktischer Diskurs oder Moralisierung? Konzeption eines Forschungsprojektes und Fallstudie. In: Marlis Prinzing/Matthias Rath/Christian Schicha/Ingrid Stapf (Hrsg.): Neuvermessung der Medienethik. Bilanz, Themen und Her-ausforderungen seit 2000. Weinheim: Beltz/Juventa.
  • Stefanie Averbeck-Lietz/Michael Meyen (Hrsg.) (2016): Handbuch nicht-standardisierte Methoden in der Kommunikationswissenschaft. Wiesbaden: Springer VS (darin u.a. Kapitel zur Inhaltsanalyse, Dis-kursanalyse, Fokus-Group, Leitfadeninterview, visuellen Analyse und übergreifend zur Anlage von Fallstudien).
  • Stefanie Averbeck-Lietz (2015): [Kapitel] Jürgen Habermas: Öffentlichkeit und Kommunikatives Handeln; [Kapitel mit Marijana Tomin] Thomas Luckmann. Sozialkonstruktivismus und Kommunikation. In: Stefa-nie Averbeck-Lietz: Soziologie der Kommunikation. Die Mediatisierung der Gesellschaft und die Theo-riebildung der Klassiker. Berlin: De Gruyter-Oldenbourg.
  • Bergmann, Jörg; Luckmann, Thomas (1999): Kommunikative Konstruktion von Moral. Bd. 1. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag (darin insbesondere die Einleitung von Bergmann und Luckmann).
  • Remus, Nadine/Rademacher, Ralf (2018): Handbuch NGO Kommunikation. Wiesbaden: Springer VS.
  • Thummes, Kerstin (2013): Täuschung in der strategischen Kommunikation. Eine kommunikationswissenschaftliche Analyse. Wiesbaden: Springer VS.
  • Thummes, Kerstin/Dudenhausen, A./Röttger, Ulrike (Hrsg.) (2022): Wert- und Interessenkonflikte in der strategischen Kommunikation: Kommunikationswissenschaftliche Analysen zu Organisationen im Span-nungsfeld zwischen Gemeinwohl und Partikularinteressen. Wiesbaden: Springer VS.
  • Venema, Rebecca/Averbeck-Lietz, Stefanie (2017): Moralizing and Deliberating in Financial Blogging. Moral Debates in Blog Communication during the Financial Crisis 2008. In: Andreas Hepp/Andreas Breiter/Uwe Hasebrink (Hrsg): Communicative Figurations. London: Palgrave-McMillan 2017, S. 241-265.
  • weitere Literatur siehe Seminarplan
Certificates

Modul-Prüfungsleistung:

  • PSO 2021: Vortrag (10 min Präsentation, 5 min Diskussion) und schriftliche Ausarbeitung (max. 15 Seiten) ODER
    Posterpräsentation (Vortrag inkl. Diskussion [20-25 min] und Verschriftlichung/ Visualisierung als Poster)
  • PSO 2011: Vortrag und schriftliche Ausarbeitung
Moodle https://moodle.uni-greifswald.de/course/view.php?id=19823

Responsible Instructor

Responsible Instructor Responsibilities
Averbeck-Lietz, Stefanie, Prof. Dr. verantwortlich

Curriculae

Graduation Curricula Phase Examination regulations version
Master of Arts Org.-Kommunikation M.A. 2021

Assign to Departments

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