| Kommentar |
Die Länder und Städte an der Ostsee verband in der Frühen Neuzeit ein dichtes Netz von Routen, auf denen sich Pilger, Diplomaten, Boten, Kauf- und Geschäftsleute, Gelehrte, Künstler, Handwerker, Bildungs- oder Vergnügungsreisende zu Wasser und zu Land bewegten. Reiseführer wiesen ihnen den Weg; in Tagebüchern, Berichten und Korrespondenzen sind ihre Fahrten dokumentiert. Anhand dieser und weiterer Quellen werden in der Übung einige Spezifika frühneuzeitlichen Reisens erarbeitet sowie die sich wandelnden Bedingungen, Erfahrungen und Deutungen des Reisens im Ostseeraum und darüber hinaus erkundet. |
| Literatur |
Hermann Bausinger (Hrsg.), Reisekultur: Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus, München 1991; Desanka Schwara, Unterwegs. Reiseerfahrung zwischen Heimat und Fremde in der Neuzeit, Göttingen 2007; Antoni Maczak, Eine Kutsche ist wie eine Straßendirne… : Reisekultur im alten Europa, Paderborn 2017. |