| Kommentar |
Mit dem Westfälischen Frieden endete 1648 der Dreißigjährige Krieg. Es wurden für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation entscheidende Weichenstellungen vorgenommen, die sowohl innen- als auch außenpolitisch von großer Tragweite waren. Wichtig: Die moderne Staatsbildung vollzog sich von nun an primär auf der Ebene der Reichsstände. Im Seminar werden diese Entwicklungen in der der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts herausgearbeitet und näher beleuchtet. Weiterhin gilt die Aufmerksamkeit den Anstrengungen zur Überwindung der immensen Kriegsschäden. Denn die Bilanz war katastrophal, beispielsweise fehlten in Hinterpommern zwei Drittel der ländlichen Bevölkerung. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Territorien im Nordosten des Alten Reiches. Neben Mecklenburg und Pommern wird Brandenburg näher betrachtet. Die Dynastie der Hohenzollern konnte in den folgenden Jahrzehnten ihre europäische Machtposition erheblich ausbauen. Das besondere Interesse gilt Münzen und Medaillen. Es soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich historische Prozesse anhand dieser speziellen Quellengruppe nachzeichnen lassen. |
| Literatur |
Michael North, Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns, München 2008. Wolf Karge, Ernst Münch, Hartmut Schmied, Die Geschichte Mecklenburgs von den Anfängen bis zur Gegenwart, 5. akt. Aufl., Rostock 2011. Helmut Backhaus, Reichsterritorium und schwedische Provinz. Vorpommern unter Karls XI. Vormündern (1660-1672) (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 25), Göttingen 1969. Pommern, hg. von Werner Buchholz (Deutsche Geschichte im Osten Europas), Berlin 1999. Kyra T. Inachin, Die Geschichte Pommerns, Rostock 2008. Peter-Michael Hahn, Geschichte Brandenburgs, München 2009. Handbuch der preußischen Geschichte, 1: Das 17. und 18. Jahrhundert und Große Themen der Geschichte Preußens, hg. von Wolfgang Neugebauer unter Mitarbeit von Frank Kleinehagenbrock, Berlin/New York 2009.
|