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Aktuelles Semester: SoSe 2026

Seminar: Politische Kommunikation: Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungen

Funktionen
  • Zur Zeit keine Belegung möglich
  • https://moodle.uni-greifswald.de/course/view.php?id=5055
Informationen

Grunddaten

Veranstaltungsnummer: 40110118
Semester: SoSe 2019
SWS: 2
Sprache: Deutsch
Max. Teilnehmer/-innen: 25
Belegungszeitraum:

Termine

Gruppe: - iCalendar Export für Outlook

Dieser Termin ist ausschließlich für Masterstudenten.

  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export für Outlook Fr. 09:00 bis 17:00 s.t. Einzel 12.04.2019 bis
12.04.2019
Wollweberstraße 1 - Seminarraum 143  

Lehrbeauftragter: Prof. Dr. Gerhard Vowe

  25
iCalendar Export für Outlook -. 09:00 bis 18:00 s.t. Block 13.06.2019 bis
14.06.2019
Ernst-Lohmeyer-Platz 3 - Raum 3.28  

Bitte beachten Sie, dass dieser Blocktermin in der Projektwoche stattfindet.

  25
Einzeltermine
13.06.2019 | 14.06.2019 |

Es gibt bereits 24 Anmeldungen / 24 davon zugelassen

Gruppe -:

Inhalt

Kommentar

„Politische Kommunikation” umfasst alle diejenigen über Zeichen vermittelten Interaktionen, in denen es um kollektiv bindende Entscheidungen geht. Das Spektrum reicht von Gesprächen zwischen Regierungschefs unter vier Augen bis zu Wahlkampagnen. Politische Entscheidungen sind ohne vorbe-reitende, begleitende und anschließende Kommunikation nicht vorstellbar. Dies erfordert eine eigen-ständige Professionalität. Viele politische Entscheidungen sind an einer der vielen Kommunikationsbarrieren gescheitert. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Grundlagen der politischen Kommunikationsforschung vermitteln. Sie bietet Zugang zum analytischen Rüstzeug, um politische Kommunikation in ihrer Vielfalt verstehen, erklären und gestalten zu können. Der Schwerpunkt liegt auf der öffentlichen medial vermittelten politischen Kommunikation im nationalen Kontext. Dabei soll deutlich werden, dass diese Forschung praxisrelevantes Wissen zur Verfügung stellt, mit dem politische Ziele erreicht werden können.
Die Lehrveranstaltung setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen. Die Inputs des Dozenten werden ergänzt durch Einzel- und Gruppenarbeiten.

  1. Baustein: Grundmuster – Landkarte der politischen Kommunikationsforschung
    Welche Aspekte sind in der politischen Kommunikation von Bedeutung? Ergebnis soll eine Landkarte der politischen Kommunikationsforschung sein, die eine Orientierung in dieser Disziplin ermöglicht. Dabei wer-den Grundbegriffe geklärt und grundlegende theoretische Ansätze vermittelt, die sich mit den Begriffen Öffentlichkeit und öffentliche Meinung, Darstellung und Herstellung von politischen Entscheidungen, Ver-hältnis von Politik, Journalismus und PR, Mediatisierung und Medienlogik, Nachrichtenwerte und Medienrealität verknüpfen.
    Grundlegende Literatur: Jarren & Donges (2017: 1-16); Vowe (2013)
  2. Baustein: Skandale und Krisen – Brennglas der politischen Kommunikation
    Wie entstehen und vergehen politische Skandale? Was hat sich dabei durch die Durchsetzung Online-Medien verändert? Ergebnis ist ein Überblick über die Bedingungen von Skandalisierung und über die Möglichkeiten der Intervention aufgrund der Befunde der Krisenkommunikationsforschung.
    Grundlegende Literatur: Hoffmann & Müller (2008: 281-311); Kepplinger (2012: 47-93); Pörksen & Detel (2012: 11-37; 230-239)
  3. Baustein: Kampagnen – Roadmaps für den kommunikativen Weg zu politischem Einfluss
    Welche Schritte sind bei der Planung und Durchführung einer strategischen politischen Kommunikationskampagne von Bedeutung? Dies soll am Beispiel von Kampagnen in Deutschland behandelt werden. Es werden Wahlkampagnen, politische PR-Kampagnen, Lobbying-Kampagnen und Public Affairs-Kampagnen betrachtet. Ergebnisse sind (1) die „Kampagnenspirale”, ein generelles Raster der Schritte, nach denen Kampagnen geplant, durchgeführt und evaluiert werden können; (2) der „Katalog goldener Regeln”, das sind Faustregeln für erfolgreich Kommunikationskampagnen.
    Grundlegende Literatur: Besson (2008: 22-41); Bonfadelli (2015); Vowe & Opitz (2015)
  4. Baustein: Wirkungen – Modelle für Ursachen und Wirkungen politischer Kommunikation
    Welche Veränderungen von Wissen, Einstellungen, Verhalten und letztlich von politischen Entscheidungen können politischer Kommunikation zugerechnet werden? Und wovon ist die politische Kommunikation selbst wieder abhängig? Die vier wichtigsten Wirkungsaspekte sind: Agenda Setting, Framing, Priming, Nudging. Diese Kommunikationswirkungen werden in ein generelles Modell mit sozialen, persönlichen und kulturellen Faktoren eingebettet. Besonderes Augenmerk liegt darauf, in welchem Maße politische Entscheidungen kommunikativ beeinflusst werden (können). Veranschaulicht werden die generellen Zusammenhänge am Beispiel Migrationskrise.
    Grundlegende Literatur: Bulkow & Schweiger (2013); Schemer (2013); Chriss (2016)
  5. Baustein: Zukunft – Seismograph für den strukturellen Wandel der öffentlichen politischen Kommunikation
    Welche Tendenzen prägen die politische Kommunikation in der Online-Welt? Anhand von sieben Dimensionen politischer Kommunikation wird herausgearbeitet, wie sich die politische Kommunikation strukturell verändert, etwa in Form der Digitalisierung politischer Kommunikation im Web 2.0, der Globalisierung und Dynamisierung politischer Kommunikation.
    Grundlegende Literatur: Vowe (2017); Greskamp & Michelis (2012); Michelis & Michelis (2012)
Literatur
  • Besson, N. A. (2008). Strategische PR-Evaluation: Erfassung, Bewertung und Kontrolle von Öffentlichkeitsarbeit (3., überarb. u. erwei-terte Aufl.). Wiesbaden: VS.
  • Bulkow, K., & Schweiger, W. (2013). Agenda Setting – zwischen gesellschaftlichem Phänomen und individuellem Prozess. In W. Schweiger & A. Fahr (Hg.), Handbuch Medienwirkungsforschung (S. 171–190). Wiesbaden: Springer VS.
  • Bonfadelli, H. (2015). Kampagnen-Kommunikation. In R. Fröhlich, P. Szyszka, & G. Bentele (Hg.), Handbuch. Handbuch der Public Relations. Wissenschaftliche Grundlagen und berufliches Handeln. Mit Lexikon (3. Aufl., S. 815–829). Wiesbaden: Springer VS.
  • Chriss, J. J. (2016). Influence, Nudging, and Beyond. Society, 53(1), 89–96.
  • Feldenkirchen, M. (2017). Die Schulz-Story: Ein Jahr zwischen Höhenflug und Absturz. München: DVA.
  • Greskamp, F., & Michelis, D. (2012). Tipping Point (Malcom Gladwell). In D. Michelis & T. Schildhauer (Hg.), Social-Media-Handbuch. Theorien, Methoden, Modelle und Praxis (2. Aufl., S. 67–80). Baden-Baden: Nomos.
  • Henn, P., Jandura, O., & Vowe, G. (2016). The traditional paradigm of political communication research reconstructed. In G. Vowe & P. Henn (Hg.), Routledge research in political communication: Vol. 13. Political communication in the online world. Theoretical ap-proaches and research designs (S. 11–25). New York: Routledge.
  • Hoffmann, B., & Müller, C. (2008). Public Relations kompakt. PR-Praxis: Bd. 14. Konstanz: UVK.
  • Immerschitt, W. (2015). Aktive Krisenkommunikation: Erste Hilfe für Management und Krisenstab. Essentials. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
  • Jarren, O., & Donges, P. (2017). Politische Kommunikation in der Mediengesellschaft: Eine Einführung (4. Aufl.). Wiesbaden: VS.
  • Kepplinger, H. M. (2012). Die Mechanismen der Skandalisierung: Zu Guttenberg, Kachelmann, Sarrazin & Co.: Warum einige öffentlich untergehen; und andere nicht. München: Olzog.
  • Kepplinger, H. M. (2015). Konflikt- und Krisenkommunikation. In R. Fröhlich, P. Szyszka, & G. Bentele (Hg.), Handbuch. Handbuch der Public Relations. Wissenschaftliche Grundlagen und berufliches Handeln. Mit Lexikon (3. Aufl., S. 993–1000). Wiesbaden: Springer VS.
  • Matthes, J. (2011). Framing. Konzepte: Bd. 10. Baden-Baden: Nomos.
  • Maurer, M. (2010). Agenda-Setting. Konzepte: Bd. 1. Baden-Baden: Nomos.
  • Michelis, D., & Michelis, T. (2012). The Long Tail (Chris Anderson). In D. Michelis & T. Schildhauer (Hg.), Social-Media-Handbuch. Theorien, Methoden, Modelle und Praxis (2. Aufl., S. 203–218). Baden-Baden: Nomos.
  • Pörksen, B., & Detel, H. (2012). Der entfesselte Skandal: Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter. Köln: Herbert von Halem.
  • Puttenat, D. (2009). Praxishandbuch Krisenkommunikation: Von Ackermann bis Zumwinkel: PR-Störfälle und ihre Lektionen. Wiesbaden: Gabler.
  • Sarcinelli, U. (2011). Politische Kommunikation in Deutschland: Medien und Politikvermittlung im demokratischen System (3., erw. und überarb. Aufl.). Wiesbaden: VS.
  • Schemer, C. (2013). Priming, Framing, Stereotype. In W. Schweiger & A. Fahr (Hg.), Handbuch Medienwirkungsforschung (S. 153–169). Wiesbaden: Springer VS.
  • Scheufele, B. (2016). Priming. Konzepte: Band 14. Baden-Baden: Nomos.
  • Schulz, W. (2011). Politische Kommunikation: Theoretische Ansätze und Ergebnisse empirischer Forschung (3., überarb. Aufl.). Wiesbaden: VS.
  • Stauss, F. (2013). Höllenritt Wahlkampf: Ein Insider-Bericht. München: dtv.
  • Thaler, R. H., & Sunstein, C. R. (2009). Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstösst. Berlin: Econ.
  • Vowe, G. (2009). Feldzüge um die öffentliche Meinung: Politische Kommunikation in Kampagnen am Beispiel von Brent Spar und Mururoa. In U. Röttger (Hg.), PR-Kampagnen. Über die Inszenierung von Öffentlichkeit (4. Aufl., S. 69–86). Wiesbaden: VS.
  • Vowe, G. (2013). Politische Kommunikation. In G. Bentele, H.-B. Brosius, & O. Jarren (Hg.), Studienbücher zur Kommunikations- und Medienwissenschaft. Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft (2. Aufl., S. 266–268). Wiesbaden: Springer VS.
  • Vowe, G., & Opitz, S. (2015). Public Relations aus politikwissenschaftlicher Sicht. In R. Fröhlich, P. Szyszka, & G. Bentele (Hg.), Handbuch. Handbuch der Public Relations. Wissenschaftliche Grundlagen und berufliches Handeln. Mit Lexikon (3. Aufl., S. 85–95). Wiesbaden: Springer VS.
  • Vowe, G. (2017). Wie verändern sich Wahlkämpfe in der Online-Welt? Sieben Tendenzen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation. Media Perspektiven, (12), 607–615.
Bemerkung

Telefonkonferenz zu Prüfungsfragen: 27.06.2019, 16.00-17.00 Uhr (Achtung: neuer Termin)

Leistungsnachweis
  • Modul-Prüfungsleistung Master Organisationskommunikation: Hausarbeit (20-25 S.)
  • festgelegte Modul-Prüfungsleistung Master Sprache und Kommunikation: Hausarbeit (20-25 S.)
Moodle https://moodle.uni-greifswald.de/course/view.php?id=5055

Zugeordnete Personen

Zugeordnete Personen Zuständigkeit
N.N.,  verantwortlich
Mehlan, Henriette, Dr. phil. begleitend

Studiengänge

Abschluss Studiengang Studienphase PO-Version
Master of Arts Sprache u. Kommunikation 2011

Zuordnung zu Einrichtungen

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Knoten: hisqis-prod2