| Kommentar |
In einer fürstenbezogenen Epoche spielte die Repräsentation von Herrschaft eine entscheidende Rolle, schließlich ging es doch um die Legitimation des eigenen Machtanspruchs. Fürsten und Dynastien wetteiferten im europäischen Staatensystem darum, nicht nur das Gewicht ihrer Staaten zu erhöhen, sondern auch und vor allem neuen Glanz und Reputation für sich selbst und ihr Haus zu gewinnen. Hierbei konnten die Mittel der Herrschaftsrepräsentation überaus vielfältig sein. Sie reichten von Schlossanlagen und Kunst- und Wunderkammern, über Staatsporträts bis hin zu Münzen und Medaillen. In der Vorlesung werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der Machtinszenierung vorgestellt, immer auch mit dem Blick auf deren zeitgenössische Wahrnehmung. |
| Literatur |
Literatur (Auswahl): Gabriele Beßler, Wunderkammern. Weltmodelle von der Renaissance bis zur Kunst der Gegenwart, Berlin 2009. Peter Burke, Ludwig XIV. Die Inszenierung des Sonnenkönigs, 3. Aufl., Berlin 2009. Torsten Fried, Geprägte Macht. Münzen und Medaillen der mecklenburgischen Herzöge als Zeichen fürstlicher Herrschaft (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte 76), Köln/Weimar/Wien 2015. Stella Junger, Präsentation im Bildnis deutscher Fürsten des 18. Jahrhunderts. Sachsen-Polen, Bayern und Brandenburg-Preußen zwischen Absolutismus und Aufklärung (Wissenschaftliche Schriften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Reihe X, 6), Münster 2011. Matthias Müller, Das Schloß als Bild des Fürsten. Herrschaftliche Metaphorik in der Residenzarchitektur des Alten Reiches (1470-1618) (Historische Semantik 6), Göttingen 2004. |