| Kommentar |
Die Vorlesung adressiert das Thema der Wirklichkeitskonstruktion durch politische Public Relations. Vor dem Hintergrund der Gefahr der Verbreitung von Falschmeldungen für demokratische Meinungsbildungsprozesse werden grundlegende Modelle politischer PR hinsichtlich ihres Wahrheits- und Wirklichkeitsbegriffs beleuchtet. Der erste Teil der Vorlesung dient der Einführung der Grundbegriffe politischer Public Relations und zentraler Modelle politischer PR. Der zweite Teil widmet sich der Problematik der Entkopplung politischer Botschaften von faktengestützten Informationen und zeigt Gründe für die Verbreitung von Falschmeldungen in der Rezeption politischer Botschaften auf. Im dritten Teil werden Möglichkeiten vorgestellt und diskutiert, wie politische PR so gestaltet werden kann, dass sie der Verbreitung von Falschmeldungen entgegenwirkt. Im Anschluss an die Vorlesung behandelt das Seminar das Phänomen der Inszenierung von Wirklichkeit durch politische PR. Im ersten Teil werden verschiedene Strategien der Inszenierung, wie Personalisierung, Themenmanagement und Framing, in Referaten vertieft. Im zweiten Teil erfolgt eine detaillierte Analyse der Anwendung dieser Inszenierungsstrategien anhand von Fallstudien zur Wahlkampfkommunikation. Ziel des Seminars ist es, ein Analyseraster zu entwickeln, anhand dessen Techniken der Inszenierung in Kommunikationsangeboten politischer PR identifiziert und in Hinblick auf das Ausmaß der Entkopplung von faktenbezogenen Informationen ausgewertet werden können. TeilnehmerInnen werden in kleinen Gruppen Fallstudienanalysen zum Bundestagswahlkampf 2017 durchführen und in Form einer Hausarbeit dokumentieren. |