| Kommentar |
Das 200-jährige Jubiläum des Wiener Kongresses erinnert auch daran, dass große Teile Sachsens in dessen Folge an Brandenburg-Preußen fielen. Wie kam es dazu? Über Jahrhunderte war die Beziehung zwischen den beiden Territorien geprägt von friedvoller Nachbarschaft sowie von wirtschaftlichem und kulturellem Austausch. Genauso herrschten aber auch Konkurrenz und Rivalität, die in kriegerischen Auseinandersetzungen mündeten. Dabei waren Preußen und Sachsen stets auch eingebunden in übergreifende Konflikte und Kriege, sei es nun in den Dreißigjährigen oder den Siebenjährigen Krieg. Am Ende stieg Preußen zur Großmacht auf, Sachsen dagegen verlor seine herausgehobene Stellung. Im Seminar sollen diese Entwicklungslinien nachgezeichnet werden. Als eine besondere Quellenart werden Münzen und Medaillen einbezogen. Es kommt darauf an, die numismatischen Zeugnisse als Mittel der Herrschaftsrepräsentation zu deuten. |
| Literatur |
Reiner Groß, Geschichte Sachsens, 3. erweiterte und aktualisierte Auflage, Leipzig 2007.
Peter-Michael Hahn, Geschichte Brandenburgs, München 2009.
Katrin Keller, Landesgeschichte Sachsen, Stuttgart 2002.
Wolfgang Neugebauer, Geschichte Preußens. Von den Anfängen bis 1947, München 22006.
Frank-Lothar Kroll, Geschichte Sachsens, München 2014.
Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft, Katalog der gleichnamigen Ausstellung auf Schloss Doberlug 2014, hg. von Frank Göse u. a., Dresden 2014. |