| Kommentar |
Heinrich der Löwe ist eine der markantesten Fürstengestalten im deutschen Hochmittelalter. Als Herzog von Bayern und Sachsen war er nach dem König der mächtigste weltliche Fürst seiner Zeit, dessen weitreichende Ambitionen nicht nur zum Konflikt mit seinen Standesgenossen sondern auch mit der Königsmacht seines Vetters Kaiser Friedrich Barbarossa führten. Durch den Sturz Heinrichs 1180 wurde diesen ein jähes Ende gesetzt. Im Spiegel der Persönlichkeit Heinrichs des Löwen beschäftigt sich das Proseminar mit zentralen Problemen und Tendenzen der Reichsgeschichte des 12. Jahrhunderts. Erwähnt seien als knappe Stichwörter nur der staufisch-welfische Konflikt, Italienpolitik, Kirchenpolitik, Territorialisierungstendenzen der Herrschaften, Städtegründung und Ostexpansion. Von den Teilnehmern wird kontinuierliche Beteiligung und die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit z.B. durch Übernahme von Referaten und Diskussionsbeiträgen erwartet. |
| Literatur |
Literatur:
Karl Jordan, Heinrich der Löwe, 2. Aufl., München 1980.
Heinrich der Löwe, hg. von Wolf-Dieter Mohrmann, Göttingen 1980.
Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235. Katalog der Ausstellung Braunschweig 1995, Bd. 1-3, hg. von Jochen Luckhardt/Franz Niehoff, München 1995.
Heinrich der Löwe. Herrschaft und Repräsentation, hg. von Johannes Fried/Otto Gerhard Oexle (Vorträge und Forschungen, Bd. 57), Ostfildern 2003.
Joachim Ehlers, Heinrich der Löwe: eine Biographie, München 2008. |