| Kommentar |
Mecklenburg – gelegen im Nordosten des Alten Reiches im einst slawisch besiedelten kolonialen Ausbauland – kann auf eine vielhundertjährige Geschichte zurückblicken. Am Beginn der Frühen Neuzeit stellte das Land einen durchaus ernstzunehmenden Machtfaktor im südlichen Ostseeraum dar. In der Folgezeit schwächten jedoch Konflikte innerhalb des obodritischen Fürstenhauses diese Position – Landesteilungen wurden zur Regel. Im Dreißigjährigen Krieg geriet Mecklenburg zwischen alle Fronten, kurzeitig herrschte sogar Albrecht von Wallenstein als Herzog in der Güstrower Residenz. Aufgrund der starken Stellung der Stände konnten die mecklenburgischen Fürsten keine absolutistische Herrschaftsform ausbilden. Das wirtschaftliche Leben wurde durch die Landwirtschaft geprägt, wobei der Adel seine Gutswirtschaften im Einzugsgebiet der Ostsee stark ausbaute. Überhaupt spielten die Hafenstädte Rostock und Wismar eine wichtige Rolle in der mecklenburgischen Geschichte. In der Vorlesung werden die Hauptlinien der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung von 1500 bis 1800 beleuchtet. Dabei geht es stets auch um die Einbindung des Landes in das Alte Reich und Europa |
| Literatur |
Literatur:
Michael North, Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns, München 2008.
Wolf Karge, Ernst Münch, Hartmut Schmied, Die Geschichte Mecklenburgs von den Anfängen bis zur Gegenwart, 5. aktualisierte Auflage, Rostock 2011. |