| Kommentar |
Die Vergegenwärtigung fürstlicher Herrschaft erfolgt mit den verschiedensten Mitteln, seien es nun Schlossbauten oder Medaillen. Gerade über in Auftrag gegebene Kunstwerke bzw. -ankäufe wird Fürsten vielfach eine „Kunstsinnigkeit“ attestiert, die es zu hinterfragen gilt. Denn: Ein Fürst, der im großen Stil Bücher für seine Bibliothek beschaffte, muss nicht per se an Kunst und Kultur interessiert gewesen sein. Deshalb sind Schriftquellen zu befragen, die uns darüber Aufschluss geben, wie der Fürst selbst über Repräsentation und deren Wirkung dachte. Tagebücher und Briefe liefern hierzu wichtige Aufschlüsse. |
| Literatur |
PETER-MICHAEL HAHN, Fürstliche Wahrnehmung höfischer Zeichensysteme und zeremonieller Handlungen, in: Zeichen und Raum. Ausstattung und höfisches Zeremoniell in den deutschen Schlössern der Frühen Neuzeit (Rudolstädter Forschungen zur Residenzkultur 3), hrsg. vom Rudolstädter Arbeitskreis zur Residenzkultur, bearb. von PETER-MICHAEL HAHN/ULRICH SCHÜTTE, München/Berlin 2006, S. 9-37. JAN HIRSCHBIEGEL/JÖRG WETTLAUFER (Bearb.), Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Hof und Schrift (Residenzenforschung, 15, 3), Ostfildern 2007. |