| Kommentar |
Denkt man an das Mittelalter, so assoziiert fast ein jeder die Welt der Ritter. Schwergepanzerte, berittene und auf einen bestimmten Ehrencodex und Tugenden verpflichtete Kämpfer begegnen einander im Turnier, auf dem Schlachtfeld, obliegen der Minne und wohnen auf einer Burg. Dieses Bild vermitteln nicht nur Kinder- und Jugendbücher, moderne Mittelalter-„Events“ und Historienfilme, sondern ebenso historische Quellen wie der berühmte Codex Manesse. Die Übung unternimmt es, auch hinter diese Fassade zu schauen, die Geschichte des Rittertums von seinen Anfängen im 11. Jahrhundert bis in die Zeit seines Niedergangs im Spätmittelalter zu verfolgen und dabei Ideale mit der historischen Realität zu vergleichen. Dabei werden verschiedenste Aspekte des ritterlichen Lebens behandelt wie soziale Bezüge, das Verhältnis vom Rittertum zur Kirche und den Kreuzzügen, Rittertum und sein Reflex in der zeitgenössischen Kunst, geistliche und weltliche Ritterorden, Rittergesellschaften, Ritter und Burg, Bewaffnung und Kampftaktik, Turnierwesen usw. |
| Literatur |
KARL-HEINZ GÖTTERT, Die Ritter, Stuttgart 2011.
JOACHIM EHLERS, Die Ritter. Geschichte und Kultur (C. H. Beck – Wissen), München 2006.
JOSEF FLECKENSTEIN, Rittertum und ritterliche Welt, unter Mitwirkung von Thomas Zotz, Berlin 2002.
WERNER HECHBERGER, Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter (Enzyklopädie Deutscher Geschichte, Bd. 72), München 2004.
ANDREAS SCHLUNK und ROBERT GIERSCH, Die 42 Ritter. Geschichte – Kultur – Alltagsleben, Stuttgart 2003.
MAURICE KEEN, Das Rittertum, Düsseldorf/Zürich 1999.
WERNER PARAVICINI, Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters (Enzyklopädie Deutscher Geschichte, Bd. 32), München 1994. |