| Kommentar |
Im Herbst 2026 veranstaltet die University of Columbia gemeinsam mit der UN erstmals eine Konferenz zum Thema „Communicating for a better world“. Erwartet werden Forscher:innen aus sehr verschiedenen akademischen Disziplinen und Kommunikationspraktiker:innen aus der ganzen Welt. Die deutschsprachige Kommunikationswissenschaft hat Internationale Organisationen (die UN und andere bisher wenig adressiert). Internationale Organisationen kommunizieren normativ und strategisch zugleich und adressieren teils sehr verschiedene Öffentlichkeiten. IO differenzieren Kommunikatorrollen zwischen Journalismus, PR und Public Diplomacy aus. Dem wollen wir nachgehen und nach den Funktionen und Ausprägungen der professionellen Kommunikation ebenso wie der Laienkommunikation (Nutzer*innenkommentare etc.) im Kontext internationaler Organisationen fragen. Das Seminar befasst sich nicht mit internationalen Unternehmen, sondern Organisationen im sozialen und politischen Sektor (zwischenstaatliche und multilaterale Organisationen, die auf Verträgen beruhen und Internationale NGOs). Das Seminar (wöch. 2 std.) dient der Erarbeitung der The-oriegrundlagen und des Forschungsstandes, die Übung (wöch. 2 std. direkt im Anschluss an das Seminar) der Vertiefung, eigenen Recherchen und dem Zuschnitt eines Forschungsprojekts als Gruppenarbeit. In der Übung erarbeiten wir Fallstudien zur Kommunikation von internationalen Organisationen (IO und INGOs). Diese Organisationen sind mit ihren Kommunikationsabteilungen sowohl selbst (korporative) Kommunikationsakteure als auch wird über sie berichtet und diskutiert; nicht nur in klassischen Medien auch in Social Media. Eine der ersten IO, die ab 1920 eine inter-/transnationale Kommunikationsabteilung aufgebaut ha-ben, war der Völkerbund (League of Nations/Société des Nations), als Vorläufer der UN. Die UN knüpften im Aufbau ihrer Global Communications Abteilung nach 1945 an Vorerfahrungen des Informationssekretariats des Völkerbundes an. |