| Kommentar |
In diesem Seminar befassen wir uns mit einschlägigen Methoden und methodischen Problemstellungen der (normativen) politischen Theorie. Ausgehend vom Modell politischer Theorie als „democratic underlabouring“ wird es insbesondere um das Verhältnis von Theoriebildung und politischer Praxis gehen. In welchem Verhältnis steht die politische Theorie zur demokratischen Gesellschaft? Inwieweit können und sollten normative Überlegungen in der politischen Realität (z.B. in den Überzeugungen der Bürger*innen) verankert sein? Sollte die politische Theorie die Widrigkeiten der Welt von Anfang an berücksichtigen oder eher von ihnen abstrahieren? Zu den behandelten Themen zählen ideale und nicht-ideale Theorie, Varianten und Kritiken des Kontraktualismus, rationale Rekonstruktion, practice-dependence, Moralismus vs. Realismus, Ideologiekritik. Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie mindestens eine der Seminarsitzungen mit einem Kurzreferat auf der Basis eines Positionspapiers einleiten. Das Modul wird mit einer Prüfungsklausur am Ende des Semesters abgeschlossen, die sich auf die Seminarliteratur und -diskussionen beziehen wird. |
| Literatur |
List, Christian/Valentini, Laura (2016): The Methodology of Political Theory. In: Cappelen, Herman/Gendler, Tamar Szabó/Hawthorne, John (Hrsg.): The Oxford Handbook of Philosophical Methodology. Oxford: Oxford University Press, 525-553. |