| Kommentar |
Die Vorstellung des Anthropozäns als neues Erdzeitalter hat vielfältige Debatten ausgelöst. Im Zentrum stehen Fragen nach der Rolle des Menschen, dem Umgang mit Ressourcen sowie den Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren. Diskutiert werden dabei Auswirkungen der globalen Ressourcengewinnung (Extraktivismus) und die Verbreitung von Infrastrukturen. Damit rückt auch die Architektur verstärkt in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen über Ressourcenverbrauch, Formen des Zusammenlebens und Umweltbelastungen. Im Mittelpunkt des Seminars steht daher die Frage, wie Architektur auf die ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen reagieren kann. Im Seminar setzen wir uns anhand ausgewählter Texte sowie der Analyse architektonischer Projekte und Positionen mit zentralen Begriffen und Diskursen auseinander. Dazu gehören das Anthropozän, Postkolonialismus, Extraktivismus, Reparatur und Konsum. Ziel ist es, ein Verständnis für aktuelle Debatten zu entwickeln und deren Bedeutung für Architektur und Gestaltung kritisch zu reflektieren. |