| Kommentar |
Die Kunstgeschichte als Fach zeichnet sich durch eine Bannbreite an methodischen und theoretischen Zugängen zur Wahrnehmung und Deutung von Kunst und Bildern aus. Einige der Texte, in denen solche Zugänge formuliert wurden, sind bis heute Schlüsseltexte. Zugleich verändern sich die Fragestellungen, mit denen diese Texte gelesen werden: Gesellschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen eröffnen neue Perspektiven auf scheinbar vertraute Positionen. Das Seminar widmet sich der Re-Lektüre ausgewählter Schlüsseltexte der Kunstgeschichte. Gemeinsam lesen und diskutieren wir Texte, die die Disziplin in den jüngeren Jahren nachhaltig geprägt haben, und untersuchen ihre methodischen Voraussetzungen, ihre historischen Kontexte und ihre Wirkungsgeschichte. Dabei fragen wir, welche Konzepte und Argumente weiterhin produktiv sind, welche kritisch hinterfragt werden müssen und wie sich ihre Bedeutung im Lichte gegenwärtiger Debatten verändert. |