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Aktuelles Semester: WiSe 2026/27

Seminar: Land Art

Funktionen
Informationen

Grunddaten

Veranstaltungsnummer: 4008062
Semester: WiSe 2026/27
SWS: 2
Sprache: Deutsch
Belegungszeitraum: CDFI    02.09.2026 08:00:00 - 31.03.2027    aktuell

Termine

Gruppe: - iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export für Outlook Mo. 18:00 bis 20:00 woech 19.10.2026 bis
26.10.2026
Rubenowstraße 2b - Seminarraum 2 Heck    
Einzeltermine
19.10.2026 | 26.10.2026 |

Es gibt bereits 15 Anmeldungen / 15 davon zugelassen

Gruppe -:

Inhalt

Kommentar

Eine Übersicht der Referate befindet sich bei moodle!



For what is Nature? Nature is no great mother who has borne us. She is our creation. It is in our brain that she quickens to life. Things are because we see them, and what we see, and how we see it, depend on the Arts that have influenced us. (Oscar Wilde, The Decay of Lying)

 

Die Land Art formierte sich um 1967/70 als eine der markantesten Erscheinungen jener Neubestimmung des Skulpturbegriffs, die Rosalind Krauss später als „Sculpture in the Expanded Field" beschrieben hat. Statt Landschaft wie die Landschaftsmalerei zu repräsentieren, arbeiteten die Künstler unmittelbar in und mit dem Medium des Geländes selbst. In entlegenen Wüsten- und Gebirgsregionen des amerikanischen Westens setzten Robert Smithson (Spiral Jetty, 1970), Michael Heizer (Double Negative, 1969/70), Walter De Maria (The Lightning Field, 1977) und Dennis Oppenheim monumentale, oft kurzlebige Eingriffe, die zumeist allein durch Fotografie, Film und Zeichnung überliefert sind — Medien, die dokumentarisch wie inszenatorisch selbst Teil des Werks wurden.

 

Von diesen „earthworks" zu unterscheiden ist die zeitgleich in Großbritannien entstehende, konzeptuell und ephemer angelegte Praxis Richard Longs (A Line Made by Walking, 1967), die das Gehen zum künstlerischen Verfahren erhob. Auch die großmaßstäblichen Verhüllungs- und Environmentprojekte von Christo und Jeanne-Claude werden häufig der Land Art zugerechnet, gehören aber einer eigenen Traditionslinie an. Die Bewegung stand in engem Austausch mit Minimal, Concept und Process Art; die Erweiterung des Werkbegriffs, die Institutions- und Marktkritik sowie die aufkommende ökologische Bewegung bildeten ihren gemeinsamen Resonanzraum.

 

Das Seminar konzentriert sich auf diese Gründungsphase der späten 1960er und 1970er Jahre, verfolgt aber auch ihre Fortschreibung: von der frühen ökologischen Land Art (Alan Sonfist, Agnes Denes) über die in der jüngeren Forschung neu bewertete Position Nancy Holts (Sun Tunnels, 1976) bis zu Andy Goldsworthys ephemeren Naturarbeiten seit den 1980er Jahren und Heizers erst 2022 vollendetem Großprojekt City. So wird die Land Art nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als bis in die Gegenwart reichende Auseinandersetzung mit Natur, Ort und Zeitlichkeit lesbar.

 

Literatur

Literatur

 

Grundlagen und Überblick:

John Beardsley: Earthworks and Beyond. Contemporary Art in the Landscape, New York 1984 (mehrere Aufl.).

Suzaan Boettger: Earthworks. Art and the Landscape of the Sixties, Berkeley/Los Angeles 2002.

Anne Hoormann: Land Art. Kunstprojekte zwischen Landschaft und öffentlichem Raum, Berlin 1996.

Jeffrey Kastner (Hg.) / Brian Wallis: Land and Environmental Art, London 1998.

Michael Lailach: Land Art, hg. von Uta Grosenick, Köln 2009 (Taschen).

Gilles A. Tiberghien: Land Art, New York 1995 (frz. Orig. Paris 1993).

Ben Tufnell: Land Art, London 2006 (Tate).

 

Theorie und Kontext:

Oskar Bätschmann: Entfernung der Natur. Landschaftsmalerei 1750–1920, Köln 1989.

Kenneth Clark: Landscape into Art (1949), London 1962.

Rosalind Krauss: Sculpture in the Expanded Field, in: October 8 (1979), S. 30–44.

Lucy R. Lippard: Overlay. Contemporary Art and the Art of Prehistory, New York 1983.

Martin Seel: Eine Ästhetik der Natur, Frankfurt/M. 1991.

Manfred Smuda (Hg.): Landschaft, Frankfurt/M. 1986.

 

Quellen und Einzelpositionen:

Robert Smithson: The Collected Writings, hg. von Jack Flam, Berkeley 1996.

Barbara Baumüller / Ulrich Kuder (Hg.): Inszenierte Natur. Landschaftskunst im 19. und 20. Jahrhundert, Stuttgart 1997.

Udo Weilacher: Between Landscape Architecture and Land Art, Basel 1999.

Moodle https://moodle.uni-greifswald.de/course/view.php?id=29873

Zugeordnete Person

Zugeordnete Person Zuständigkeit
Heck, Kilian, Prof. Dr. verantwortlich

Studiengänge

Abschluss Studiengang Studienphase PO-Version
Bachelor of Arts (2 F.) Kunstgeschichte 2019
Lehramt Gymnasium Kunst/Gestaltung LAG 2012
Lehramt Gymnasium Kunst/Gestaltung LAG 2021
Lehramt Reg. Schulen Kunst & Gest. LA Reg. 2012
Lehramt Reg. Schulen Kunst Beif. LAR 2021

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