| Kommentar |
Gegenwart ist, stellt das Grimmsche Wörterbuch Ende des 19. Jahrhunderts fest, „ein vielfach merkwürdiges wort”. Da dies auch weiterhin zutrifft, wird die Frage, was unter ‚Gegenwart‘ verstanden wird, ebenso Gegenstand des Seminars sein wie die Fragen, worüber man eigentlich spricht, wenn man von Gegenwartsliteratur spricht, wo und wie man über Gegenwartsliteratur spricht, schreibt, diskutiert. Welche Rolle spielt dabei die Literaturwissenschaft, welche die Literaturkritik in Zeitungen und Zeitschriften? Wie verhalten sich dazu Social-Reading-Plattformen, BookTube oder BookTok? Das Seminar wird konzeptuelle Überlegungen zu Gegenwartsliteratur und Literaturkritik mit der konkreten Auseinandersetzung mit literarischen Neuerscheinungen verbinden. Dafür werden voraussichtlich eine Lesung und eine Diskussion mit einer Literaturkritikerin in das Seminarprogramm eingebunden.
Neben der Bereitschaft, ausgewählte Neuerscheinungen (voraussichtlich zwei Romane) zu lesen, zu diskutieren und darüber zu schreiben (oder einen Podcast/ein Video zu produzieren), wird vorausgesetzt, dass Sie sich mit Tendenzen und Schwerpunktsetzungen der Literaturbeilagen der überregionalen Tageszeitungen zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 beschäftigen.
Bitte melden Sie sich bis spätestens zum 7. Oktober im Selbstbedienungsportal/LSF an, Sie erhalten dann vor Seminarbeginn weitere Informationen. |