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Aktuelles Semester: WiSe 2026/27

Seminar: Seufzer und Tränen. Liebe und Liebeskrankheit in der Frühen Neuzeit

Funktionen
Informationen

Grunddaten

Veranstaltungsnummer: 4004074
Semester: WiSe 2026/27
Sprache: Deutsch
Max. Teilnehmer/-innen: 30
Belegungszeitraum: Belegungsfrist Dt. Philologie    01.09.2026 - 28.02.2027    aktuell

Termine

Gruppe: - iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export für Outlook Mo. 14:00 bis 16:00 woech 14.09.2026 bis
25.01.2027
Rubenowstraße 3 - Seminarraum 1.22 Flucher     30
Einzeltermine
14.09.2026 | 21.09.2026 | 28.09.2026 | 05.10.2026 | 12.10.2026 | 19.10.2026 | 26.10.2026 | 02.11.2026 | 09.11.2026 | 16.11.2026 | 23.11.2026 | 30.11.2026 | 07.12.2026 | 14.12.2026 | 21.12.2026 | 28.12.2026 | 04.01.2027 | 11.01.2027 | 18.01.2027 | 25.01.2027 |

Es gibt bereits 27 Anmeldungen / 27 davon zugelassen

Gruppe -:

Inhalt

Kommentar

In der Frühen Neuzeit, also vor 1800, gibt es nicht nur ein sehr von der Moderne verschiedenes Verständnis von Krankheit, auch das Verständnis von Liebe und Freundschaft unterscheidet sich. Die historische Distanz erlaubt Fragen nach gesellschaftlichen und kulturellen Normen: Was ist normal? Was pathologisch? Wie werden diese Einordnungen historisch konstruiert? Was ist noch Passion, was bereits Obsession? Wie werden im 17. und 18. Jahrhundert Leidenschaften und Affekte verhandelt und bewertet? Tatsächlich gibt es in der Frühen Neuzeit eine echte Liebeskrankheit: die Liebes-Melancholie. Zugleich ist große Zärtlichkeit und Affektbekundung und das Fließen von Tränen in der freundschaftlichen Kommunikation der Empfindsamkeit normal. Johann August Unzer hat dem Seufzen eine medizinische Abhandlung gewidmet, in der er versucht, den körperlichen Mechanismen dieses Affekt-Ausdrucks auf die Schliche zu kommen. Aus heutiger gendertheoretischer Sicht stellt sich auch die Frage nach dem Umgang mit Queerness und Homosexualität. 

Vom Barock bis zu Klassik und Romantik lesen wir im Seminar kanonische Werke der deutschen Literatur der Gattungen Drama, Lyrik und Roman (die genaue Auswahl wird final gemeinsam mit den Studierenden getroffen):

  • Andreas Gryphius: Cardenio und Celinde
  • Friedrich Gottlieb Klopstock: Gedichte (Auswahl wird noch bekannt gegeben)
  • Freundschaftsbriefe aus dem Gleim-Kreis (Freundschaftskult)
  • Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther
  • Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Engländer
  • Friedrich Schiller: Übersetzung von Racines Phädra
  • Johanna Schopenhauer: Gabriele

Zudem beschäftigen wir uns mit der Medizingeschichte der Liebesmelancholie und der Vorgeschichte modernen Wahnsinns.

Das Seminar ist für Studierende der Gender Studies geöffnet.


Zugeordnete Person

Zugeordnete Person Zuständigkeit
Flucher, Elisabeth, Prof. Dr. verantwortlich

Studiengänge

Abschluss Studiengang Studienphase PO-Version
Bachelor of Arts (2 F.) Germanistik 2020
Lehramt Gymnasium Deutsch Beif. LAG 2022
Lehramt Gymnasium Deutsch LAG 2022
Lehramt Reg. Schulen Deutsch LA Reg. 2022
Lehramt Reg. Schulen Deutsch Beifach LAR 2022

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