| Kommentar |
Niemand wird in diesem Praxis-Seminar den „Faust” lesen müssen. Wir werden – ausgestattet mit mobilen Aufnahmegeräten – herausfinden, wer ihn gelesen hat und warum nicht. Als spielerische, selbstreflexive und im Feld forschende O-Ton-Recherche darüber, wie ein literarischer Kanon entsteht. In Mecklenburg-Vorpommern hält sich der „Faust” hartnäckig auf Platz 1 der Leseempfehlungen des Kultusministeriums. Was wäre z.B. nötig, um ihn von dort zu verdrängen – oder ihn sogar rauszukicken aus den Leseempfehlungen aller (noch) übrigen gymnasialen Oberstufen und darüber hinaus. Im Laufe des Semesters entsteht ein unterhaltsames und aufschlussreiches Audioformat (Hörspiel, Doku, performativer Spaß), in dem der Titel von Goethes Werk wahrscheinlich auch als gesungener oder gebrüllter Kanon auftauchen wird.
Bei dem Seminar handelt es sich um ein Pilotprojekt des Fachbereichs für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Greifswald mit Con-Future: partizipativ, kompetenzorientiert und zukunftsgerichtet. Weitere Informationen zu Con-Future erhalten Sie hier: https://www.uni-greifswald.de/studium/ansprechpartner/qualitaet-in-studium-und-lehre/projekt-constructing-the-future/ |
| Literatur |
Vorbereitendes Hören und/oder Lesen:
https://www.hoerspielundfeature.de/faust-hab-ich-nie-gelesen-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/literatur-kanon-buecher-100.html
https://on.soundcloud.com/I0iyHgPpvOqVTXRfF5
https://breiterkanon.hypotheses.org/tag/literaturgeschichte |