Sowohl im Alltag als auch im Beruf kann ein fremdsprachiger Akzent zu erheblichen Verständigungsproblemen führen. Hinzu kommt, dass ein deutlich wahrnehmbarer Akzent einer Person nachweislich einen Einfluss auf die ihr entgegengebrachte soziale Akzeptanz haben kann und dass oft fälschlicherweise davon ausgegangen wird, dass dieser Akzent mit geringen Sprachkenntnissen im Allgemeinen gleichzusetzen ist. Da dies zu erheblichen Nachteilen oder sogar zu Ausgrenzungen führen kann, ist es für Sprecher*innen des Deutschen als Fremd-/Zweitsprache wichtig, sich der deutschen Standardaussprache anzunähern. Im ersten Teil des Seminars werden wir uns mit den Grundlagen der Phonetik und Phonologie sowie der Methodik/ Didaktik auseinandersetzen. Geplant ist eine Hospitation in verschiedenen DaF/DaZ-Kursen, damit alle Seminarteilnehmer*innen einen ersten Eindruck von Ausspracheproblemen DaF/DaZ-Lernender erhalten. Im letzten Teil des Seminars widmen wir uns der Ausspracheschulung und werden eine Reihe von Zusatzmaterialien dafür kennenlernen. Außerdem werden die Seminarteilnehmer*innen auf der Grundlage der während der Hospitationen analysierten Aussprachebesonderheiten von Deutschlernenden selbst Unterrichtsmaterial für eine Unterrichtseinheit zur Ausspracheschulung erarbeiten.
Die Hospitationstermine werden im Moodlekurs bereitgestellt.
Literatur (u.a.): Hirschfeld, Ursula/Reinke, Kerstin (2026): Phonetik im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Berlin: Erich Schmidt Verlag |