| Kommentar |
Einen Text, der sich mit Verstehensprozessen von Verwaltungssprache befasst, hat Sascha Wolfer (ein am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim tätiger Sprachwissenschaftler und Experte für Rechtslinguistik) folgendermaßen beendet: „Auf einen verständlich formulierten Text kann man durchaus stolz sein”. In diesem Satz steckt viel, ich möchte aber die präsupponierte Kritik an Fachsprachlichkeit, die sich durch Unverständlichkeit beweist, besonders hervorheben, denn wir widmen uns in diesem Seminar einer besonderen Aufgabe: Wir wollen einen Workshop für Mitarbeitende der Stadtverwaltung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald vorbereiten, der im Rahmen des Citizen-Science-Projekts „Bessere Bescheide” zum Ende der Vorlesungszeit stattfinden soll. Dazu werden wir uns selbst mit dem linguistischen Thema „Verständlichkeit” intensiv auseinandersetzen und Originalbescheide der Stadt kritisch reflektieren bevor wir dieses Wissen in ein ansprechendes und hilfreiches Format für die Stadt „übersetzen”. Der begleitende Besuch der Vorlesung „Grundlagen Textlinguistik (und Bedeutungstheorien)” wird empfohlen. |