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Aktuelles Semester: WiSe 2026/27

Seminar: Historische Semantik A

Funktionen
Informationen

Grunddaten

Veranstaltungsnummer: 4004002
Semester: WiSe 2026/27
Sprache: Deutsch
Max. Teilnehmer/-innen: 31
Belegungszeitraum: Belegungsfrist Dt. Philologie    01.09.2026 - 28.02.2027    aktuell

Termine

Gruppe: - iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export für Outlook Mo. 12:00 bis 14:00 woech 12.10.2026 bis
25.01.2027
Rubenowstraße 3 - Seminarraum 1.18 Quenstedt     31
Einzeltermine
12.10.2026 | 19.10.2026 | 26.10.2026 | 02.11.2026 | 09.11.2026 | 16.11.2026 | 23.11.2026 | 30.11.2026 | 07.12.2026 | 14.12.2026 | 21.12.2026 | 28.12.2026 | 04.01.2027 | 11.01.2027 | 18.01.2027 | 25.01.2027 |

Es gibt bereits 26 Anmeldungen / 26 davon zugelassen

Gruppe -:

Inhalt

Kommentar

Wie und warum verändern Wörter und Wendungen im Laufe der Zeit ihre Bedeutung? Die historische Semantik untersucht solche Vorgänge des Bedeutungswandels im Zusammenhang mit historischen Kommunikationssituationen, kulturellem Wissen und gesellschaftlichen Veränderungen. Das Seminar führt anhand konkreter Beispiele in zentrale Formen und Prozesse des Bedeutungswandels ein, vermittelt terminologische Grundlagen und verbindet sprachgeschichtliche Perspektiven mit der praktischen Arbeit an historischen Texten.

Einen Schwerpunkt bilden Spätmittelalter und Frühe Neuzeit als Phasen tiefgreifenden sprachlichen Wandels, insbesondere die Herausbildung des Frühneuhochdeutschen. Dabei beschäftigen wir uns mit der Entstehung überregionaler Schreibsprachen und besonders mit der Bedeutung Luthers und seiner Bibelübersetzung für Wortschatz und Sprachgebrauch. Das Mittelniederdeutsche und das Jiddische erweitern diesen Blick um Fragen von regionaler Differenzierung, Sprachkontakt, Entlehnungen und Mehrsprachigkeit. Auf dieser Grundlage untersuchen wir die Geschichte einzelner Wörter und Redensarten, metaphorische und metonymische Bedeutungsentwicklungen, Prozesse der Idiomatisierung sowie historische Formen von Höflichkeit und Anrede.

Im Mittelpunkt steht die anwendungsbezogene Arbeit: Wir erschließen historische Wortverwendungen aus ihrem jeweiligen Kontext, verfolgen Bedeutungsentwicklungen über längere Zeiträume und lernen, historische und etymologische Wörterbücher sowie weitere lexikographische Hilfsmittel gezielt einzusetzen. Ziel ist nicht zuletzt eine historisch angemessene Lektürekompetenz für Texte früherer Sprachstufen.

Literatur

 Zur einführenden und begleitenden Lektüre: Gerd Fritz: Historische Semantik. 2. Aufl. 2006. Stuttgart 2006.


Zugeordnete Person

Zugeordnete Person Zuständigkeit
Quenstedt, Falk, Dr. verantwortlich

Studiengänge

Abschluss Studiengang Studienphase PO-Version
Bachelor of Arts (2 F.) Germanistik 2020
Lehramt Gymnasium Deutsch LAG 2022
Lehramt Reg. Schulen Deutsch LA Reg. 2022

Zuordnung zu Einrichtungen

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