| Kommentar |
Die Konstruktion von nationalen Identitäten, Ihre Entwicklung von einer intellektuellen Idee zu einem die Massen mobilisierenden Faktor, vollzog sich im 19. Jahrhundert in allen Teilen Europas. Ältere und konkurrierende Formen kollektiver Identitäten erwiesen sich als weniger attraktiv. Im Seminar wollen wir zunächst theoretische Grundlagen zu Nation und Nationalismus erarbeiten und uns dann mit den Besonderheiten dieser Entwicklung in Dänemark und Schweden befassen, aber auch Finnland in den Blick nehmen, dass enge kulturelle Beziehungen zu Schweden besaß. Die Besonderheit des nordeuropäischen Raumes konstituiert sich hier im Alternativentwurf des Skandinavismus, der den engen historischen und kulturellen Verflechtungen der Region Rechnung trug, die bis heute manifest sind.
Kenntnisse skandinavischer Sprachen sind keine Vorraussetzung, sehr wohl aber die Bereitschaft zur Vorbereitung englischsprachiger Texte. |