Das Seminar führt in die historisch fundierte Lektüre mittelhochdeutscher Texte des 12. und 13. Jahrhunderts ein und vermittelt zentrale sprachliche Kompetenzen für das Studium der Germanistik – insbesondere auch mit Blick auf den späteren Schulunterricht. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich Sprache historisch verändert und wie literarische Texte aus früheren Epochen sachgerecht erschlossen werden können. Dazu werden grundlegende Kenntnisse zur sprachgeschichtlichen Einordnung des Mittelhochdeutschen vermittelt. Aufbauend darauf lernen die Studierenden die phonologischen, grammatischen und semantischen Besonderheiten des Mittelhochdeutschen kennen. Diese Kenntnisse werden gezielt auf typische Herausforderungen des diachronen Übersetzens angewendet. Das Seminar fördert damit nicht nur die Lesekompetenz historischer Texte, sondern schärft zugleich das Bewusstsein für Sprachwandel und sprachliche Systematik – eine Schlüsselkompetenz für angehende Lehrkräfte, die sprachliche Entwicklungen im Deutschunterricht fundiert und anschaulich vermitteln möchten, ebenso wie für angehende Literaturwissenschaftler*innen, die mittelalterliche Texte sicher lesen, interpretieren und in ihrem historischen Sprachkontext analysieren wollen. Bitte beachten Sie, dass die Lehrveranstaltung am 08. Juli im Seminarraum 1.18 in der Rubenowstraße 3 stattfindet. |