| Kommentar |
Das Seminar widmet sich dem „Ende” auf verschiedenen Wegen. Einmal literaturtheoretisch, indem wir uns mit dem Ende und guten Abschluss des Werkes beschäftigen; in der Komödie und im Hollywoodfilm ist es das „happy end”, in den anderen Gattungen ist diese Frage komplizierter. Zweitens beschäftigen wir uns kulturwissenschaftlich mit dem Thema Tod; insbesondere mit Literatur zur Aids-Krise und mit literarischen Auseinandersetzungen mit dem eigenen Tod. Schließlich fragen wir uns wie das Thema „Ende” auf kollektiver Ebene zu denken ist angesichts von Klimakatastrophen und schwarzgemalten Zukunftsvisionen. Wie lässt sich apokalyptisches Denken theoretisch und kritisch fassen und wie wird dies derzeit medial und literarisch reflektiert? Auf diese Weise sollen aktuelle Fragen mit historischen Zugängen verknüpft werden. In zwei Sitzungen sind Gastbesuche von Wissenschaftler:innen geplant. Gerne planen wir auch ein Film-Screening. Eine aktive mündliche Beteiligung in Form von Referaten ist erwünscht. Die Literaturliste wird mit Absprache der Teilnehmenden zu Semesterbeginn ergänzt und erweitert. |
| Literatur |
Hervé Guibert, Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat, (Übers. aus dem Französischen) 2021. Tony Kushner, Angels in America, 1991. Wolfgang Herrndorf, Arbeit und Struktur, 2013. Catherine Keller, Facing Apocalypse. Climate, Democracy and Other Last Chances, 2021. Michael Foessel, Nach dem Ende der Welt. Kritik der apokalyptischen Vernunft, 2019. Alexander García Düttmann u. Marcus Quent (Hg.), Die Apokalypse enttäuscht, 2023. |