Jede Auseinandersetzung mit Texten ist immer schon durch theoretische Vorannahmen geprägt. Eine Praxis der Literaturwissenschaft ohne Theorie gibt es also nicht. Dies zu reflektieren und die Bedeutsamkeit von Theorien für die Deutung von und den Umgang mit Literatur in der eigenen Lese-Praxis nachzuvollziehen, ist Ziel der Vorlesung. In einem historischen Durchgang werden wichtige und prägende Theorien (etwa Hermeneutik, Strukturalismus, Dekonstruktion, Psychoanalyse) vorgestellt und in beispielhafter Anwendung gezeigt. Auch neue Entwicklungen in der Theoriebildung werden vorgestellt und in Beispielen in der Anwendung vorgeführt. Eigene Mitarbeit (vorbereitende Lektüre von Texten; Mitarbeit bei Übungen zur Anwendung von Theorien an Beispieltexten) sowie regelmäßige Teilnahme wird vorausgesetzt. Die Vorlesung bietet einen Überblick über wichtige literaturwissenschaftliche Theorien. Die einstündige Vorlesung findet 14-tägig statt (als 90-Minuten-Sitzungen). |