Die landkarte Italiens war in vorchristlicher Zeit alles andere als rein Lateinisch geprägt: Neben dem Griechischen auf Sizilien und an den Küsten des Südens, dem Etruskischen in Roms unmittelbarer Nachbarschaftund, dem Venetischen dem Keltischen in Norditalien hat es einige Sprachen gegeben, die mit dem Lateinischen eng verwandt waren und somit auf Grundlage des Lateinischen einigermaßen verstehbar sind. Die Reste dieser Sprachen - man spricht von den Sabellischen Sprachen - sind in überschaubarer Zahl inschriftlich überliefert und reichen bis ins 1. Jh. n. Chr. Der Gang des Seminars wird sich an der Natur der Quellen orientieren: Fragen der Schrift, der Elementargrammatik, der Lexik der Sprache, Inhalt und historische Kontextualisierung der Inschriften. Das Seminar findet entweder im Büro (Raum 1.16) oder im Lernbüro (Raum 3.08) in der Domstr. 9a statt. |