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Aktuelles Semester: SoSe 2026

Proseminar: Otto III. (980-1002) – König der Könige, Wunder der Welt

Funktionen
Informationen

Grunddaten

Veranstaltungsnummer: 4006050
Semester: SoSe 2026
SWS: 2
Sprache: Deutsch
Max. Teilnehmer/-innen: 35
Belegungszeiträume: Einschreibezeitraum SoSe Historisches Institut    02.03.2026 08:00:00 - 22.03.2026 20:00:00    aktuell
Nachfrist SoSe 2026 Historisches Institut    07.04.2026 08:00:00 - 15.04.2026 20:00:00   

Termine

Gruppe: - iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Lehrperson Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
iCalendar Export für Outlook Di. 08:00 bis 10:00 woech 14.04.2026 bis
21.07.2026
Domstraße 9a - Seminarraum 3.07 Stadermann   26.05.2026: Projekt- und Exkursionswoche 35
Einzeltermine
14.04.2026 | 21.04.2026 | 28.04.2026 | 05.05.2026 | 12.05.2026 | 19.05.2026 | 02.06.2026 | 09.06.2026 | 16.06.2026 | 23.06.2026 | 30.06.2026 | 07.07.2026 | 14.07.2026 | 21.07.2026 |

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Inhalt

Kommentar

Kaiser Otto III., der vierte Herrscher aus ottonischem Geschlecht, zählt – obschon bereits im Alter von nur 21 Jahren verstorben – zu den schillerndsten und wohl vielschichtigsten Herrschergestalten des Mittelalters. Bereits von seinen Zeitgenossen wurde er als „glänzendster König der Könige“ (rex illustrissimus regum) gepriesen und ob seiner herausragenden Bildung als „Weltwunder“ (mirabilia mundi) gerühmt, erzogen unter anderem von Gerbert von Aurillac, einem gebildeten Geist, der intellektuell weit über seine Zeitgenossen hinausragte.

Das Verdikt der älteren Geschichtswissenschaft über Otto III. fiel zunächst weniger milde aus. Wahlweise wurde der Kaiser belächelt als verträumter „Jüngling im Sternenmantel“, der als Halbwaise unter der Kuratel seiner Mutter, einer byzantinischen Prinzessin, und seiner Großmutter, einer burgundischen Adeligen, stand, als religiöser Exzentriker betrachtet, der barfüßig zum Grabe seines Lehrmeisters, Bischof Adalberts von Prag, nach Gnesen pilgerte und sich zwecks Bußübungen wochenlang in einer Höhle bei Rom einschloss, oder als politischer Phantast abgetan, dessen ehrgeiziges Vorhaben, das Imperium Romanum zu erneuern, die Bereitschaft seiner Anhänger und Untertanen zur Gefolgschaft überspannte. Die jüngere Mediävistik hingegen hat sich zu einem ausgewogenerem Urteil durchgerungen, insoweit sie Otto III. als ein „Kind seiner Zeit“ bewertet.

Das Proseminar wird sich der historischen Persönlichkeit Ottos III. nähern und dabei seine Bedeutung für die politische (Ideen-)Geschichte des Mittelalters und seine Stellung in der Geistes- und Kulturgeschichte des Mittelalters würdigen. Im Rahmen dessen werden die wichtigsten Quellen zur Geschichte der Ottonenzeit vorgestellt und die zentralen methodischen Grundlagen des Faches erprobt: Recherchieren, Bibliographieren und Zitieren, Quellenkritik, Entwicklung einer wissenschaftlichen Fragestellung, Paläographie, Chronologie und Diplomatik.

Literatur

Gerd Althoff: Otto III. (Gestalten des Mittelalters und der Renaissance), Darmstadt 1996; Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat (Urban-Taschenbücher 473), Stuttgart 32013; Helmut Beumann: Die Ottonen (Urban-Taschenbücher 384), Stuttgart 52000; Ekkehard Eickhoff: Theophanu und der König. Otto III. und seine Welt, Stuttgart 1996; Ekkehard Eickhoff: Kaiser Otto III. Die erste Jahrtausendwende und die Entfaltung Europas, Stuttgart 1999; Knut Görich: Otto III., Romanus Saxonicus et Italicus. Kaiserliche Rompolitik und sächsische Historiographie (Historische Forschungen 18), Sigmaringen 21995; Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hgg.): Otto III. – Heinrich II.: eine Wende? (Mittelalter-Forschungen 1), Sigmaringen 1997.


Zugeordnete Person

Zugeordnete Person Zuständigkeit
Stadermann, Christian, Dr. verantwortlich

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