| Kommentar |
Dinge haben eine Geschichte: Sie verkörpern menschliche Ordnungen und Beziehungen. In der Frühneuzeitforschung wird unter dem Begriff „materielle Kultur” diskutiert, welche Auswirkungen historischer Wandel auf ihre Verwendung, Wahrnehmung und Wertschätzung hatte. Besonders kostbare und langlebige Dinge, die mehrfach ihre Besitzer wechselten, legten oft weite Wege zurück. Dabei erwarben sie unterschiedliche Bedeutungen, und ihr Wert konnte steigen oder fallen bzw. sich verändern oder verloren gehen. In diesem Seminar versuchen wir, die Dinge „zum Sprechen zu bringen” und erproben neuere Zugänge zur materiellen Kultur. |
| Literatur |
Edmund de Waal, Der Hase mit den Bernsteinaugen: Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi, Wien 2010; Hans Peter Hahn, Materielle Kultur: Eine Einführung, Berlin 2005; Julia A. Schmidt-Funke (Hg.), Materielle Kultur und Konsum in der Frühen Neuzeit, Köln 2019. |