| Kommentar |
Eine mysteriöse neue Krankheit verbreitet sich rasant und global - es gibt keine Impfung, die Verunsicherung ist groß. Was uns nach der Corona-Pandemie leider allzu bekannt vorkommt trifft auch auf die 1980er Jahre zu, mit dem Unterschied, dass die Infektion mit HIV/AIDS einem Todesurteil gleichkam und vor allem marginalisierte Gruppen der Gesellschaft betraf, allen voran schwule Männer. Wie Gesellschaften mit dieser Realität umgingen, welche gesundheitspolitischen Reaktionen sie entwickelten aber auch wie Betroffene Angst und Verlust begegneten und sich Ausgrenzung widersetzten, ist Gegenstand des Seminars. Dabei blicken wir sowohl in die USA als auch in beide deutsche Staaten. Das Seminar richtet sich im Niveau primär an fortgeschrittenere Studierende (Aufbaumodule, Master) und bietet Einblicke in Teilbereiche wie Körpergeschichte, Visual History, Oral History und Präventionsgeschichte. Studierende der Basismodule sind dennoch ebenso willkommen. |